Donnerstag, 16. November 2017

Mondioring Weitsprung

Zum Mondioring gehören nicht nur die Unterordnung und der Schutzdienst, sondern auch die Sprünge. Einen Hochsprung und eine Pallisade haben wir bereits gebastelt, der Weitsprung fehlte uns noch. Das habe ich jetzt nachgeholt. Beim Streifgang durch den Baumarkt kamen mir wieder die Abflussrohre in den Sinn, die ich bereits zum basteln einer Agility Hürde genutzt habe. Dann noch ein Einkauf in der Nähabteilung und ein paar Klicks im Elektrobereich des Online Auktionshauses und Teil 1 konnte gleich fertiggestellt werden.


Von einem erfahrenen Mondioring Sportler und Bastler kam noch ein Verbesserungsvorschlag:

So kann der Hund hinten nicht ausversehen "einfädeln" und die Wippe kann zum Training weiter in den Rahmen geschoben werden.

Dann sollte die Wippe kommen. Aber da gingen mir etwas die Ideen aus, resp. hatte ich zu viele halbgare Vorstellungen. Einen Holzrahmen mit LKW Plane bespannen, eine MDF Platte kaufen, einen Rahmen aus den Abflussrohren... Am Ende hatte Benni die Idee: Der Mann schmeißt ja nichts weg, daher war die Holzplatte von der alten Agility A-Wand noch da. Mit der Kreissäge zurecht geschnitten, noch schnell ein paar Füße aus Paletten drangeschraubt und fertig ist die Wippe. Leider nicht in pink, aber dafür völlig kostenlos :)





Für den Winter habe ich das gute Stück erstmal eingemottet, im Frühjahr geht es dann ans Weitsprung Training für Rosa. Dann muss der kleine Hund bis zu 4 Meter weit und 30 cm hoch springen.


Donnerstag, 2. November 2017

Colmar

Ein Wochenende waren Rosa und ich mit dem Wohnwagen unterwegs. Freitags mittags sind wir Richtung Colmar aufgebrochen. Die nächste Mondioring Prüfung in Klasse 2 stand an. Nach einer laaangen Fahrt kamen wir spät abends in Colmar auf dem Parkplatz vor dem Hundeplatz an. Dort habe ich den Wohnwagen aufgebaut (einen Wohnwagen mit Mover zu kaufen war eine gute Entscheidung…) und nach Gassi und Abendessen sind wir direkt ins Bett gefallen. Am Samstag früh war erstmal die Klasse 1 an der Reihe. 13 Starter und Matthias (unser Decoy) hatte mit seinem Caspersche die 8 gezogen. Also erst nochmal entspannt gassi gehen und frühstücken, bis ich dann Daumen drücken musste. Und dieses Mal hat es auch geklappt. Obwohl Casper seinem Namen alle Ehre machte, reichte es noch zum Bestehen. 
Danach war die Klasse 2 dran, ich loste Startnummer 3. Und dann ging es mit Rosa auf den Platz. Sie war mal wieder sehr „gesprächig“ und leider recht unkonzentriert. Sie ignorierte mein „Sit, Warte“ und ging mit zum Hölzchen auslegen. Ich setzte sie wieder ab, leider brachte sie dann das falsche Hölzchen. Damit waren wichtige Punkte weg. Die restlichen Übungen waren durchwachsen, alles in allem gar nicht schlecht, aber nicht zu meiner Zufriedenheit. An der Hürde konnte sie gar nicht aufhören von links nach rechts zu springen, meinen Pfiff zum „bei-Fuß-kommen“ nahm sie erst beim zweiten Mal war. Im Schutzdienst ließ sie nicht sofort los, das kostete Punkte. Und dann kamen die Transporte. Wir hatten diese Übung extra nochmal trainiert. Alleine zu Hause und im Training in der Gruppe. Aber es hat nicht gereicht. Zuerst sah es gut aus, nach dem Vereiteln der zweiten Flucht legte sie sich aber wieder ab und ließ den Figurant gemütlich davon ziehen. Damit war auch diese Übung (mit ihren vielen Punkten) weg. So reichte es am Ende nur für 234 Punkte (von 300) und damit relativ knapp nicht bestanden.
Zuerst war ich etwas enttäuscht, weil sie sich nicht konzentrieren wollte. Aber es waren auch gute Übungen dabei, z.B. ihre Paradeübung (die Stockattacke über ein Hindernis). Da gab es sogar Szenenapplaus. Aber so ist es nun mal, man kann nicht immer gewinnen ;) Die nächste Prüfung habe ich erstmal abgesagt, wir üben jetzt den Winter über weiter an den Transporten und versuchen wahrscheinlich nächstes Frühjahr unser Glück nochmal in Frankreich. Den Samstag abend haben wir bei französischem Wein und Flammkuchen ausklingen lassen. Sonntag habe ich mir noch die Klasse 3 angeschaut. (es gibt noch viel zu tun). Und gegen Mittag sind Rosa und ich wieder entspannt nach Hause gefahren. Erwähnt sei hier noch die Leistung von Benni. Erst kurz vor dem Wochenende hat er den Wohnwagen so ausgestattet, dass wir autark (also ohne externe Stromzufuhr) auf dem Parkplatz stehen konnten. Und es alles super funktioniert!
 

Montag, 23. Oktober 2017

Unterschlagen

habe ich eine ganze Menge News.
 
Wir waren im August für 18 Tage in Thailand. Ein sehr interessantes Land, heißes Klima, gewöhnungsbedürftiges Essen, freundliche Menschen und viele Straßenhunde. Wir hatten ein Ferienhaus in der Nähe von Cha-Am und haben mit dem Mietwagen die Umgebung erkundet. Es gab viel zu sehen und zu erkunden. Der Urlaub war sehr gut, aber wenig erholsam. Der Flug um die halbe Welt war leider auch nicht so meins. Aber man musste das alles mal gesehen haben! 

 





 
Danach ging es im September weiter mit dem Mondioring Trainig. Für unseren dritten Platz auf der FMBB WM in diesem Jahr haben Jens (der zweit Platzierte) und ich einen 50 Euro Gutschein für ein Seminar mit Sebastian Schäfer (Basti) von ihm bekommen. Der musste natürlich eingelöst werden. Wir haben extra ein Helfer Seminar mit Basti in Bad Vilbel auf dem Hundeplatz organisiert. Hier habe vor allem ich viel gelernt. In meiner pinken Schutzhose musste ich vorführen, wie ich mit dem Hund von meinem Trainingskollegen Matthias arbeite. Es gab viel Lob und noch ein paar Tipps mit auf den Weg. Rosa durfte mit verschiedenen Helfern weiter an den Transporten arbeiten, es wird langsam.

Meine pinke Hose im Einsatz, Henning war sich nicht zu fein pink zu tragen.

Basti (Mitte) mit Jens, Rosa und mir

 
Das Wochenende drauf waren wir in Germersheim, zwei Tage zur Mondioring Prüfung. Wir haben an beiden Tagen die Prüfung bestanden, einmal mit Platz 3, einmal mit Platz 2! Rosa hat gut mitgemacht, leider hatte sie das Gefühl, sie müsste sich hinlegen und blieb dann liegen. So war an beiden Tagen jeweils eine Übung Null. Wir haben weiter daran geübt und werden am kommenden Samstag in Colmar (Frankreich) nochmal unser Glück versuchen.
 
Vom Wohnwagen Urlaub habe ich kurz berichtet, danach ging es quasi nahtlos nach Irland. Wir hatten eine Busrundreise mit einer Reisegruppe gebucht. Mit dem Flieger ging es nach Dublin, und von dort einmal im Uhrzeigersinn über die grüne Insel. Beeindruckend waren die vielen freilaufenden Schafe und die wahnsinnig schöne Landschaft. Auch diese Urlaubswoche war anstrengend aber schön.


 
Jetzt ist hier wieder Alltag. Wir trainieren weiter für die nächsten beiden Mondioring Prüfungen in diesem Jahr. Und bereiten uns in sehr kleinen Schritten auf die Klasse 3 vor. Dazu habe ich begonnen einen Weitsprung zu basteln. Für kleines Geld gibt es Abflussrohre im Baumarkt und Gummibänder im Online Auktionshaus. Mit nur wenig Aufwand ist so das Grundgestell entstanden. Die Wippe hinten fehlt noch, dazu wird in den nächsten Tagen nochmal der Baumarkt aufgesucht. 
 
Der Weitsprung, noch ohne Wippe


Selfies müssen auch mal sein ;)

Samstag, 30. September 2017

Von Urlaub zu Urlaub

geht es im Moment. Gestern Abend sind wir aus dem ersten Urlaub zurück gekommen. Wir haben Mitte August unser neustes Gefährt abgeholt: Einen Wohnwagen. Der dient zum einen zum übernachten bei den Mondioring Events. Und zum anderen kann man damit natürlich auch Urlaub machen. Also haben wir ihn vergangene Woche in Holland mal ausgiebig getestet. Leider war das Wetter nicht sooo berauschend, immerhin hat es nur am letzten Tag geregnet. Im Laufe der 6 Tage wurde aber deutlich was uns noch fehlt. So führte der Heimweg über Obelink, den Fachhändler für Campingzubehör :) Wir hatten trotz des Wetters viel Spaß, Rosa ist ordentlich gelaufen, wir haben Ball gespielt und waren Radfahren. Pannekoeken und vers gesnettene Fritten gehörten natürlich auch ins Programm ;) Heute ist dann aus- und umpacken angesagt. Heute abend geht es für Rosa erst ins Training und dann zum Hundesitter. Und morgen in aller Frühe geht es dann -ohne Hund- zum Flieger nach Irland. Wieder eine Woche unterwegs, Burgen und Nationalparks bestaunen.
Also: wir sind dann mal weg ;)

Samstag, 29. Juli 2017

Drei

Die dritte und für diesen Monat letzte Fortbildung hatten Rosa und ich gemeinsam. Wir waren in der Eifel zu einem Mondioring Workshop mit Kees Verbunt.
Es waren zwei sehr schöne und lehrreiche Tage, und auch das Wetter hat mitgespielt. Kees kam aus Norwegen angereist und hat mit uns zwei Tage lang trainiert. Wir haben uns auf die Transporte beschränkt, das ist die neuste Übung im Repertoire und da können wir etwas Nachhilfe gebrauchen. Rosa fehlt es dort noch etwas an Erfahrung. Aber sie hat es gut gemacht. Wir üben einfach weiter, trainieren noch zwei drei Kleinigkeiten und dann sollte die Übung insgesamt besser klappen als auf der Prüfung in Hünxe. Von Kees gab es noch ein paar Tipps für andere Übungen, die setzen wir dann im Training zu Hause und in der Gruppe in die Tat um.
Den Rest des Monats ruhen wir uns ein bisschen aus, bevor es dann –getrennt- in den Urlaub geht. Ich fliege nach Thailand, Rosa vergnügt sich solange beim Hundesitter.

Sonntag, 16. Juli 2017

Blutegel

Nach dem Blutegel Kurs vergangene Woche, wollte ich das mit dem "egeln" auch selbst ausprobieren. Mittlerweile sind drei von Rosas Zehen an den Vorderpfoten verdickt. Bei zwei davon sind die Kapseln defekt, bei einer ist die Herkunft der Schwellung unklar. Von den Blutegeln verspreche ich mir eine leichte Besserung. Im Normalfall hat Rosa keine Beschwerden, arthrotische Veränderungen in den Zehen sind aber wahrscheinlich. Weil die Egel entzündungshemmend und durchblutungsfördernd wirken, dürfen sie an Rosa nuckeln.

Bestellt waren Egon und seine Freunde schnell und problemlos im Internet. Die Sendung kam per Kurier und konnte tagesgenau bestellt werden. Damit sie nicht so lange auf das Auspacken warten müssen. Ein 5 Liter Einmachglas und ein paar Steine und EM Keramikröhrchen sind das neue Zuhause für die 11 Blutegel (Ich hatte 10 bestellt, einen gab es gratis obendrauf, als Ersatz, sollten es nicht alle überleben). Eingerichtet und mit Wasser befüllt war es schnell, jetzt konnten die Egel einziehen. Die Blutegel kommen in einer kleinen Styroporbox, die mit feuchten Schaumstoffflocken gefüllt sind. Die Egel sind alle zusammen in einem Leinensäckchen.

Egelverpackung

 Nach dem Auspacken müssen sie mit Wasser abgespült werden, bevor sie in ihr Einmachglas umziehen können. Und da begann die erste Aufgabe. Zu elft im Sack waren sie noch artig, ich dachte fast sie hätten die Reise nicht überlebt. Kaum war der Sack aufgeschnitten und sie spürten die Bewegung wurden sie munter. Und das nicht zu knapp. Man glaubt kaum, wie schnell die kleinen Dinger sind. Und wenn 11 Egel unterwegs sind, jeder in eine andere Richtung, ist es nicht so einfach sie zusammenzuhalten. Man muss Handschuhe anziehen, sonst nehmen sie an einem selbst ihre erste Mahlzeit! Leider saugte sich der erste Kamerad am Handschuh fest und weigerte sich, ins Glas umzuziehen. Zwischenzeitlich bewegten sich seine 10 Freunde durch das Waschbecken und versuchten zu fliehen. Benni stand zum Glück parat. Eigentlich wollte er nur neugierig schauen, aber jetzt musste auch er helfen. Letzten Endes gelang es mit einer kleinen Plastikdose, an der sich die Egel nicht so festsaugen konnten, die Tiere ins Glas zu befördern. Und dann schnell den Deckel drauf, damit sie nicht alle wieder ausbrechen. Dann kamen sie erstmal in den Keller und bekamen zwei Tage Zeit um sich vom Jetlag zu erholen.

Egelglas

Heute morgen war es dann soweit. Zwei Egel durften sich an Rosas Zehen zu schaffen machen. Es ging eigentlich recht einfach. Egel aus dem Einmachglas einzeln in Urinbecher setzen, Zehe rasieren, Egel aus dem Becher holen, ansetzen und warten. Der Erste wollte nicht so recht beißen, der zweite war dafür umso zielstrebiger. Nach etwa 20 Minuten ließen sich die beiden fett gesaugt einfach fallen. Die Nachblutung war ziemlich stark, Rosa trägt jetzt einen lockeren Verband, damit sie nicht alles vollblutet. Wir warten jetzt und schauen, ob die Behandlung Erfolg gebracht hat.

bei der Arbeit
Danach, fett und satt.

Samstag, 15. Juli 2017

Weiter geht es

mit den Fortbildungen. Heute mal eine nur für Frauchen (na gut, der Hund ist da irgendwie auch drin verwickelt...)

Heute war ich nochmal in der Fahrschule. Um auch mal schwerere Anhänger ziehen zu können, braucht es etwas mehr als nur einen Führerschein Klasse B. Heute hatte ich eine Schulung für die Schlüsselzahl 96. Mit dieser Erweiterung des Führerscheins kann ich nun Gespanne mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 4250 Kilo fahren. Die Schulung bestand aus Theorie und Praxis. In der Gruppe wurde auf einem Parkplatz geübt, dann ging es mit einem Wohnanhänger in den Realverkehr. Kurzzeitig begleitet wurden wir von einem Kamerateam. Wer in den nächsten Wochen ein Video von der B96 Intensivschulung sieht, kann mich darin entdecken. Hier noch ein paar Bilder:

Das Gespann für die Theorie, ganz nach meinem Geschmack ;)

Ein Audi Q3, so viel schnick schnack bin ich nicht gewohnt.

   
Der Audi mit einem nagelneuen Knaus Wohnwagen.

Zwischenzeitlich habe ich mir ein paar neue Haustiere zugelegt. Mehr zu Egon und seinen Freunden gibt es demnächst in einem eigenen Blog Eintrag.